Backlink-Adjazenz-Audit: eine schnelle Methode, Link-Nachbarn zu prüfen
Backlink-Adjazenz-Audit: eine schnelle Methode, die Links ober- und unterhalb Ihres Backlinks zu prüfen, riskante Nachbarn zu erkennen und zu bestätigen, dass Ihre Platzierung natürlich wirkt.

Was ein Backlink-Adjazenz-Audit ist (und warum es wichtig ist)
Ein Backlink-Adjazenz-Audit ist eine schnelle Überprüfung der Links, die direkt neben Ihrem Backlink auf der Seite stehen. „Adjazenz“ meint die Links unmittelbar ober- und unterhalb Ihres Links und manchmal den kurzen Block, zu dem Ihr Link gehört (ein Absatz, eine Ressourcenliste, eine Autorenbox usw.).
Nachbarn sind wichtig, weil sowohl Suchmaschinen als auch Menschen Kontext bewerten — nicht nur den Ankertext, den Sie kontrollieren. Ein sauber wirkender Link in einem fragwürdigen Cluster kann trotzdem so aussehen, als sei er fürs SEO platziert worden, nicht für die Leser. Wenn die umgebenden Links von niedriger Qualität oder auffällig ähnlich sind, kann Ihre Platzierung den Eindruck "gekauft, nicht verdient" erwecken.
Wenn Leute von einer „schlechten Nachbarschaft" sprechen, meinen sie meist einfache, sichtbare Probleme: nahe Anker, die spammy oder werblich klingen (viele exakte Keywords), Links zu themenfremden Seiten ohne ersichtlichen Grund, ein Block, der wie eine Vorlage wirkt und auf vielen Seiten wiederholt wird, oder zu viele ausgehende Links auf kleinem Raum, so dass die Seite wie ein Verzeichnis aussieht.
Genau das hilft Ihnen ein Adjazenz-Audit in etwa 2 Minuten zu beantworten: Sitzt Ihr Link in normalem redaktionellen Kontext oder in einem unnatürlichen Linkblock?
Es hat auch Grenzen. Es sagt nichts über das Gesamtthema Vertrauen einer Domain, ob der Link verkauft wurde oder ob die Seite indexiert bleibt. Es ist ein Triage-Tool: „sieht normal aus“ vs. „braucht genauere Prüfung“.
Ein einfaches Beispiel: Ihr Markenlink steht in einem Abschnitt „Empfohlene Tools“. Wenn die zwei Links ober- und unterhalb echte Produkte derselben Kategorie mit natürlicher Formulierung sind, ist das ein gutes Zeichen. Sind es keywordüberladene Anker zu zufälligen Branchen, gilt die Platzierung als riskanter, auch wenn Ihr eigener Anker sauber ist.
Die 2-Minuten-Adjazenz-Audit-Methode (Schritt für Schritt)
Sie versuchen nicht, etwas zu „beweisen“. Sie stellen eine praktische Frage: Sitzt dieser Link in einem normalen, redaktionell wirkenden Bereich oder in einem Muster, das künstlich wirkt?
Öffnen Sie zuerst die genaue Seite, auf der der Backlink steht (nicht die Startseite oder eine Kategorieseite). Nutzen Sie die Browser-Suche (Strg/Cmd + F) nach Ihrem Markennamen, Ihrer URL oder einem eindeutigen Teil des Ankertexts, um den Link schnell zu finden.
Sobald Sie ihn sehen, bleiben Sie in diesem Bereich. Scrollen Sie noch nicht weit weg. Ziel ist, die unmittelbare Nachbarschaft zu lesen, nicht die ganze Seite.
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Finden Sie Ihren Link und prüfen Sie, ob er funktioniert (einmal anklicken, dann zurück).
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Scannen Sie grob 5–10 Links oberhalb und 5–10 Links unterhalb, bleiben Sie im selben Block (Absatz, Autorenbox, Ressourcenfeld, Footer-Liste usw.).
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Notieren Sie drei Dinge: wie die Anker formuliert sind (natürlich vs. keywordgestopft), wohin die Links führen (echte Marken vs. zufällige Seiten) und ob der Block auf mehreren Seiten wiederverwendet aussieht (gleiche Struktur, gleiche Reihenfolge, gleiche „Partner“-Liste).
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Klassifizieren Sie die Platzierung:
- Editorial: passt in den umgebenden Text.
- Verzeichnisartig: viele ausgehende Links in einer Liste mit wenig Erklärung.
- Bezahlt/Vorlagenbasiert: derselbe Block erscheint überall mit minimalem Kontext.
- Schreiben Sie ein Einzeiler-Urteil: behalten (sieht normal aus), beobachten (kleine Auffälligkeiten) oder ersetzen (deutliches Muster-Risiko).
Ein schnelles Beispiel: Steht Ihr Link in einem Absatz mit ein paar Zitaten zu bekannten Quellen, wirkt das meist redaktionell. Ist er in einer „Empfohlene Links“-Box mit dutzenden exakten Ankern zu themenfremden Branchen, ist das ein Fall für Ersatz.
Wie man vorlagenbasierte Linkblöcke schnell erkennt
Vorlagenbasierte Linkblöcke werden einmal erstellt und über viele Seiten kopiert. Sie tragen oft Labels wie „Partner“, „Ressourcen“, „Empfohlen“ oder „Hilfreiche Links“, aber das Label allein ist nicht der wirkliche Hinweis. Wiederholung ist der Schlüssel.
Scannen Sie den Bereich um Ihren Backlink und zoomen Sie dann leicht heraus. Wenn Ihr Link in einer engen Liste ausgehender Links mit kaum echten Sätzen steht, stoppen Sie. Redaktionelle Links stehen meist in Absätzen, in denen der Autor einen Punkt macht, nicht in Verzeichnis-artigen Blöcken.
Schneller Muster-Check (30 Sekunden)
Achten Sie auf die gleiche Struktur, immer wieder Zeile für Zeile. Häufige Muster sind „Marke + Keyword“ oder „Marke | Keyword“, wo jeder Eintrag wie aus einer Vorlage wirkt statt handgeschrieben.
Um zu bestätigen, dass es sich um Vorlage handelt, öffnen Sie ein paar andere Seiten derselben Domain (beliebige Seiten, nicht nur die eine). Wenn Sie immer wieder denselben Block an derselben Stelle sehen (Sidebar, Footer, unter dem Inhalt), ist er wahrscheinlich site-weit und keine echte redaktionelle Erwähnung.
Die schnellsten Warnsignale sind linklastige Widget-Bereiche (Footer/Sidebar), „Partner/Ressourcen“-Listen ohne Erklärung, themenfremde Mischungen in einer Liste, nahezu identische Formatierung in jeder Zeile und dichte Link-Cluster mit wenig einzigartigem Text.
Ein einfaches Beispiel: Eine Seite über Home-Coffee-Brewing enthält eine „Ressourcen“-Box mit 40 Links, jeweils formuliert als „Markenname + Beste [Keyword]“. Selbst wenn Ihre Seite legitim ist, wirkt ein Platzieren in diesem Block gekauft und austauschbar.
Riskante Nachbar-Anker: schnelle Warnsignale
Das schnellste Signal ist oft der Ankertext der Links direkt neben Ihrem. Sie bewerten Ihren Link nicht isoliert, sondern die Gesellschaft, in der er steht.
Eine Seite kann zunächst sauber wirken, aber ein kurzer Blick auf nahestehende Anker offenbart Muster, die Suchmaschinen schon tausendfach gesehen haben.
Warnsignale, die Sie in Sekunden erkennen können
Achten Sie genauer, wenn Sie folgende Dinge in der Nähe Ihres Links sehen:
- Dieselbe Money-Phrase mehrfach in einem engen Block.
- Werbliche Formulierungen („best cheap“, „top“, „buy now“, „limited offer“ und ähnliche Hooks).
- Plötzliche Sprachwechsel (fremdsprachige Anker auf einer sonst einsprachigen Seite).
- Überoptimierte Anker, die auf dünne Zielseiten zeigen (Seiten, die hauptsächlich dazu gebaut wurden, Besucher zu einem Angebot zu leiten).
- Unzusammenhängende „High-Risk“-Themen nebeneinander (Pharma, Adult, Krypto, Glücksspiel).
Natürliche Seiten verlinken meist aus gutem Grund. Die Anker sind unterschiedlich und passen zum umgebenden Text. Spam-Seiten wiederholen Formulierungen, weil Links batchweise gesetzt wurden.
Ein schnelles Beispiel
Sie finden Ihren Link auf einer „Ressourcen“-Seite. Oberhalb steht „best cheap insurance“, darunter „top casino bonus“, und ein paar Zeilen weiter sehen Sie einen fremdsprachigen Anker, der nichts mit dem Thema zu tun hat. Selbst wenn Ihr eigener Anker sauber wirkt, deutet diese Nachbarschaft auf bezahlte Platzierung oder einen vorlagenbasierten Linkblock hin.
Unnatürliche Clusterbildung: wie sie auf der Seite aussieht
Unnatürliche Clusterbildung liegt vor, wenn eine Seite plötzlich viele ausgehende Links eng beieinander packt, wie es Redakteure selten tun. Im Adjazenz-Audit ist das eines der schnellsten Anzeichen dafür, dass Ihr Link in einem konstruierten Block sitzt, auch wenn die Seite auf den ersten Blick „ok“ wirkt.
Ein typisches Muster: Der Artikel liest sich normal in ein paar Absätzen, dann wechselt er in einen dichten Abschnitt voller Links mit dünnen oder generischen Sätzen. Der Ton ändert sich: Es wird nicht mehr erklärt, sondern Marken, Tools oder „Ressourcen“ werden nur aufgezählt.
Clustering zeigt sich auch, wenn mehrere Links zu nahezu identischen Angeboten führen oder wenn mehrere Links durch gemeinsame Design-Elemente oder ähnliche Footer verbunden wirken — Hinweise auf ein Netzwerk.
Achten Sie auch auf wiederholte Tracking-Muster. Wenn jeder ausgehende Link ähnliche Parameter, Shortener oder Weiterleitungsformate nutzt, kann das auf ein bezahltes Platzierungs-Cluster statt auf echte Zitate hindeuten.
Schnelle On-Page-Einzelhinweise zum Erkennen von Clustern
Beim Scannen des Absatzes ober- und unterhalb Ihres Links achten Sie auf: viele ausgehende Links in einem Absatz mit wenig Erklärung, mehrere Links zu doppelten Themen, mehrere Links, die nach gemeinsamer Eigentümerschaft oder Vorlage aussehen, wiederholte Tracking-/Redirect-Muster und einen abrupten Wechsel von normalem Text zu einem „Link-Dump“-Abschnitt.
Checkliste für gute vs. schlechte Screenshots (was Sie erfassen und vergleichen sollten)
Adjazenz-Audits sind einfacher, wenn Sie immer dieselben Screenshots sammeln. Sie beurteilen nicht die ganze Website, sondern die unmittelbare Nachbarschaft Ihres Links.
Bevor Sie „gut" oder „schlecht" entscheiden, machen Sie einen sauberen Screenshot, der den kompletten Absatz oder Block mit Ihrem Link zeigt plus etwas Seitenkontext, damit die Art der Seite erkennbar ist.
Ein „guter" Screenshot zeigt normalerweise Ihren Link in einem Absatz, der erklärt, warum er erwähnt wird, nur wenige nahe Links, die thematisch sinnvoll sind, natürliche Nachbar-Anker (Markennamen, Titel, unterschiedliche Formulierungen), relevante Zielseiten (nicht zufällige Branchen oder dünne Seiten) und Formatierung, die zum Rest des Artikels passt.
Ein „schlechter" Screenshot zeigt meist Ihren Link als einen Eintrag in einer langen Liste ohne Erklärung („Resources" mit 20+ Einträgen), Nachbarn mit exakten Ankern („best payday loans“, „cheap VPN“, „casino bonus“), Themen, die ohne Verbindung wechseln, dichte Link-Cluster mit wenig Text dazwischen oder einen Block, der auf mehreren Seiten identisch wirkt.
Kontext ist entscheidend: wie "normal" je nach Seitentyp aussieht
Adjazenz funktioniert nur, wenn Sie Nachbarn gegen das vergleichen, was die Seite sein soll. Dieselben nahe Links können auf einer Seite verdächtig und auf einer anderen völlig normal wirken.
In redaktionellen Artikeln werden ausgehende Links meist als Zitate in den Fließtext gestreut. Ihr Link kann zwischen ein paar Quellen in einem Absatz stehen, mit Ankern, die wie echte Referenzen gelesen werden (Markennamen, Studien- oder Artikeltitel, Produktnamen), nicht keywordlastige Phrasen.
Bei Tools- oder Ressourcen-Posts kann eine dichtere Linkanzahl in Ordnung sein, wenn jedes Element eine echte Beschreibung hat. Die gesunde Variante wirkt wie eine kuratierte Liste mit kurzen Erklärungen; die riskante Version ist eine Wand aus Links, bei denen jeder Anker ein Money-Keyword ist und der umgebende Text kopiert wirkt.
Auf Unternehmens-Engineering-Seiten sind ausgehende Links oft selten und gezielt: Dokumentation, Open-Source-Projekte, Standards oder eine kleine Zahl von Partnern. Wenn Ihr Link in einem langen „Partner“-Block mit vielen nicht zusammenhängenden Firmen steht, sollten Sie vorsichtig sein.
Verzeichnisse können akzeptabel sein, wenn sie klar kuratiert sind (Kategorien, konsistente Formatierung, echte Auswahlkriterien). Problematisch werden sie, wenn sie auto-generiert wirken — hunderte Einträge, dünner Text und sich wiederholende Anker.
Gesponserte Seiten sind nicht automatisch schlecht. Klare Kennzeichnung und legitime Nachbarn zählen. Wenn die umgebenden Links echte Marken zeigen und die Formulierungen menschlich klingen, kann die Platzierung trotzdem sinnvoll sein.
Häufige Fehler, die zu falschen Schlüssen führen
Es geht nicht nur darum: „Ist mein Link da?“ Sondern: „Wie wirkt dieser Link für einen Menschen und womit ist er umgeben?“ Die meisten Fehlentscheidungen entstehen durch zu schnelles Urteilen.
Häufige Fehler:
- Nur den eigenen Ankertext bewerten. Ein sauberer Markenanker kann in einem Block mit spammy Nachbarn stehen.
- Der Domain vertrauen und die genaue Platzierung ignorieren. Selbst starke Seiten haben schwache Bereiche oder nutzergenerierte Elemente.
- Versteckte Linkblöcke in Tabs, Akkordeons, zusammenklappbaren Menüs oder „Mehr lesen“-Bereichen übersehen.
- Die Position nicht beachten. Im Fließtext wirkt es natürlicher; Footer, Sidebar und Ressourcenstreifen sind oft vorlagenbasiert.
- Annehmen, ein schlechter Nachbar vergiftet automatisch alles. Ein einzelner ungewöhnlicher Anker ist ein Signal, kein Urteil — suchen Sie nach einem Muster.
Ein einfaches Szenario: Sie sehen Ihren Link in einer etablierten Publikation und sind zufrieden, klappen dann aber ein „Mehr Ressourcen“-Akkordeon unter dem Artikel auf und finden 30 keyword-lastige Links in einer engen Liste. Die Domain mag in Ordnung sein, aber die Platzierungsqualität ist es nicht.
Eine schnelle Checkliste, die Sie immer verwenden können
Sie brauchen nicht für jede Platzierung eine tiefe SEO-Untersuchung. Ein schnelles Adjazenz-Audit dreht sich überwiegend darum, was neben Ihrem Link steht und ob es wie eine normale Seite wirkt.
Eine kurze Routine, die konsistent bleibt:
- Zählen Sie die Links im unmittelbaren Bereich (etwa eine Bildschirmansicht darüber und darunter). Ein enger Cluster von 20–50 Links deutet oft auf einen linklastigen Block statt echten Fließtext hin.
- Lesen Sie fünf Nachbar-Anker laut vor. Wenn sie wie Keywords klingen („best cheap“, „top service“, „buy now“), werten Sie das als Warnung.
- Prüfen Sie die thematische Passung. Nachbarn müssen nicht exakt Ihrer Nische entsprechen, sollten aber im selben groben Themenbereich liegen.
- Scannen Sie auf Wiederholung. Wenn umgebender Text kopiert wirkt (gleiche Muster, gleiche Reihenfolge, gleiche Formulierungen), ist er wahrscheinlich vorlagenbasiert.
- Beweissicherung: Machen Sie einen Screenshot, der Ihren Link plus etwa fünf Links darüber und darunter zeigt.
Beispiel-Audit: ein realistisches 5-Minuten-Szenario
Sie kaufen einen Link zu einer Produktseite, warten ein paar Wochen und sehen keine Veränderung. Bevor Sie annehmen, der Link habe „nicht gewirkt“, führen Sie ein schnelles Adjazenz-Audit durch, um zu prüfen, ob die Platzierung wie etwas wirkt, das ein echter Redakteur veröffentlicht hätte.
Öffnen Sie die Seite mit dem Link und suchen Sie per Browser-Suche (Strg/Cmd + F) nach Ihrem Markennamen oder Ihrer Ziel-URL. Sobald Sie den Link finden, zoomen Sie heraus und beurteilen die Nachbarschaft.
Eine schnelle Durchführung:
- Prüfen Sie Absatz davor und danach auf natürliche Formulierungen.
- Scannen Sie 5–10 Links ober- und unterhalb Ihres Links und notieren Sie Stile der Anker.
- Suchen Sie nach Mustern: wiederholte Formulierungen, wiederholte ausgehende Links oder ein kopierter „Resources“-Block.
- Zählen Sie, wie viele ausgehende Links im gleichen kleinen Abschnitt sitzen.
Ein „gutes" Ergebnis wirkt oft unspektakulär. Ihr Link steht in einem normalen Satz, umgeben von verwandten Verweisen. Die Anker sind meist Markennamen, Artikeltitel oder neutrale Formulierungen wie „Dokumentation“ oder „Case Study".
Ein „schlechtes" Ergebnis ist meist offensichtlich, wenn Sie genau hinschauen. Ihr Link sitzt in einem vorlagenbasierten Block, der auf jede Seite passen könnte. Nahe Anker sind werblich („best cheap“, „top bonus“, „guaranteed“, „buy now“) und Themen springen hin und her, selbst wenn der Artikel eigentlich etwas anderes behandelt. Sie sehen vielleicht auch Clustering: 20+ ausgehende Links in einem engen Abschnitt mit ähnlichen, keyword-lastigen Ankern.
Die Entscheidung sollte praktisch sein: Behalten, wenn Nachbarn und Kontext normal wirken; ersetzen, wenn der Block vorlagenbasiert ist oder die Nachbarn riskant sind; oder Anker/Target anpassen, wenn die Seite ok ist, Ihr Anker aber als einziger Money-Phrase heraussticht.
Nächste Schritte: wie Sie auf das Ergebnis reagieren
Ein Adjazenz-Audit hilft nur, wenn es Ihre nächsten Schritte beeinflusst. Behandeln Sie das Ergebnis wie eine Triage-Notiz, nicht wie eine Punktzahl.
Protokollieren Sie, was Sie gesehen haben (halten Sie es einfach, damit Sie es beibehalten): Seitenname, Platzierungsart (In-Body, Sidebar, Footer, Autorenbox, Ressourcenabschnitt), Adjazenz-Urteil (sauber, gemischt, riskant) mit einem Einzeiler als Begründung, Anker-Kontext-Notizen (Ihr Anker plus die zwei nächsten Anker) und das Prüfdatum.
Priorisieren Sie dann Korrekturen. Versuchen Sie nicht, alles auf einmal zu bereinigen. Beginnen Sie mit Seiten, deren Nachbarn Ihren Link wie gekauft, getauscht oder massenhaft eingefügt erscheinen lassen.
Ersetzen Sie zunächst „riskante" Seiten (vorlagenbasierte Blöcke, keyword-gestopfte Nachbarn, offensichtliche Cluster). Behalten Sie „gemischte" Seiten im Blick und prüfen Sie später erneut. Schützen Sie „saubere" Seiten, indem Sie Änderungen vermeiden, die Ihren Link in einen Linkblock verschieben.
Wenn Sie eine neue Platzierung anfordern, seien Sie konkret bezüglich der Umgebung: redaktioneller Text, selektive Verlinkung und Nachbarn, die thematisch zum Thema passen. Eine praktische Anfrage ist: „Können Sie mir den genauen Absatz und die zwei Links ober- und unterhalb zeigen, wo mein Link stehen wird?"
Wenn Sie Platzierungen aus einem kuratierten Bestand kaufen, hilft diese Gewohnheit, die Qualität vorhersehbar zu halten. Bei SEOBoosty (seoboosty.com) ist das Ziel dasselbe: bestätigen, dass der Backlink in einem echten, redaktionell wirkenden Abschnitt steht und nicht in einem kopierten Resources-Block.
FAQ
Was ist ein Backlink-Adjazenz-Audit?
Ein Backlink-Adjazenz-Audit ist eine kurze Überprüfung der Links, die unmittelbar um Ihren Backlink herum auf der Seite stehen — normalerweise die wenigen Links ober- und unterhalb im selben Absatz, in einer Liste, einer Autorenbox oder einem Widget. Ziel ist zu beurteilen, ob Ihr Link in einem normalen redaktionellen Kontext steht oder in einem künstlich wirkenden Linkblock.
Warum sind die Links ober- und unterhalb meines Links wichtig?
Weil Ihr Link im Kontext bewertet wird, nicht nur nach dem von Ihnen kontrollierten Ankertext. Wenn die angrenzenden Links spammy, themenfremd oder kopiert aussehen, kann Ihre Platzierung selbst dann wie gekauft oder massenhaft eingesetzt wirken, wenn Ihr eigener Anker sauber ist.
Wie führe ich ein 2-Minuten-Adjazenz-Audit Schritt für Schritt durch?
Öffnen Sie die genaue Seite, auf der der Link steht, und finden Sie Ihren Link per Browser-Suche (Marke, URL oder Ankertext). Lesen Sie dann den Block, in dem er sitzt, und scannen Sie grob eine Bildschirmansicht darüber und darunter, um zu prüfen, wie die Nachbaranker formuliert sind, wohin sie führen und ob der Abschnitt wie eine wiederverwendete Vorlage aussieht.
Was sind die schnellsten Warnsignale im Ankertext der Nachbarlinks?
Behandeln Sie es als höheres Risiko, wenn nahe Anker keyword-überladen, werblich formuliert oder mehrfach gleiche Money-Phrasen sind. Warnsignale sind auch themenfremde Mischung, plötzliche Sprachwechsel oder mehrere „High-Risk“-Themen dicht beieinander.
Woran erkenne ich, ob mein Link in einem vorlagenbasierten "Resources"-Block steht?
Ein vorlagenbasierter Block ist ein Abschnitt, der über viele Seiten hinweg kopiert erscheint, oft mit gleicher Formatierung und ähnlichen Anker-Mustern Zeile für Zeile. Öffnen Sie zur Bestätigung einige andere Seiten derselben Webseite: erscheint der gleiche “Resources/Partners/Helpful links”-Block an derselben Stelle, ist er wahrscheinlich siteweit und nicht redaktionell gemeint.
Wie sieht "unnatürliche Outbound-Link-Clusterbildung" auf einer Seite aus?
Clustering bedeutet, dass eine Seite plötzlich viele ausgehende Links in engen Raum packt, ohne echte Erklärungen — eine Art Link-Dump. Meist geht das mit einem Tonwechsel einher: statt zu erklären werden Marken oder Tools schnell aneinandergereiht. Links können außerdem ähnliche Tracking- oder Redirect-Parameter teilen.
Ist es immer schlecht, wenn mein Backlink in einer Fußzeile oder Sidebar steht?
Nein, nicht automatisch schlecht, aber eher verdächtig. Fußzeilen, Sidebars oder große Ressourcenstreifen werden häufig als Vorlage auf vielen Seiten wiederverwendet. Wenn Ihr Link dort steht und die Umgebung viele ausgehende Links mit wenig Text enthält, sollten Sie die Platzierung genauer prüfen oder ersetzen lassen.
Wie ändert sich der Adjazenz-Kontext zwischen Artikeln, Ressourcenlisten und Engineering-Seiten?
Ja — das, was als normal gilt, hängt vom Seitentyp ab. In redaktionellen Artikeln sind wenige Zitate innerhalb von Absätzen typisch. Ressourcenseiten dürfen dichter verlinkt sein, wenn jedes Element eine echte Beschreibung hat. Engineering-Seiten verlinken meist sparsam zu Dokumentation oder Projekten. Bewerten Sie die Nachbarn im Kontext dessen, was die Seite sein soll.
Was sollte ich screenshotten, um schnell zwischen "gut" und "schlecht" zu unterscheiden?
Machen Sie einen Screenshot, der den kompletten Absatz oder Block mit Ihrem Link zeigt plus genug Seitenlayout, um die Position zu erkennen. Wenn der Screenshot Ihren Link in erklärendem Text mit relevanten Nachbar-Links zeigt, ist das meist in Ordnung; zeigt er eine lange, keyword-lastige Liste mit gemischten Themen und wenig Text, ist das ein starkes Warnsignal.
Was soll ich tun, wenn das Adjazenz-Audit riskant aussieht?
Tauschen Sie klar riskante Platzierungen aus — insbesondere vorlagenbasierte, linklastige Blöcke mit keywordgestützten Nachbarn. Bei gemischten Fällen beobachten und später nachprüfen. Wenn Sie eine neue Platzierung anfragen, bitten Sie konkret um den exakten Absatz und die zwei Links ober- und unterhalb, damit die Umgebung redaktionell wirkt.