Domain‑Metriken richtig interpretieren: DR, DA, Traffic, Referring Domains
Lerne, Domain‑Metriken richtig zu interpretieren: was DR/DA, Traffic‑Schätzungen und Referring Domains bedeuten — plus schnelle Prüfungen vor einem Linkkauf.

Warum Domain‑Metriken irreführend sein können
Ein hoher DR‑ oder DA‑Wert sieht oft wie eine Abkürzung zu einem „guten“ Backlink aus. Doch hohe Metriken können trotzdem schwache Ergebnisse liefern, wenn eine Seite kaum echte Leserschaft hat, thematisch nicht passt oder ein Linkprofil zeigt, das im Tool stark wirkt, aber grundlegende Plausibilitätschecks nicht besteht.
Das Kernproblem ist: Domain‑Metriken sind Zusammenfassungen. Sie pressen eine unordentliche Realität in eine einzelne Zahl, und diese Zahl spiegelt das Modell eines Tools wider, nicht Googles. Behandle DR und DA wie eine Wettervorhersage: nützlich zur Planung, aber kein Beweis.
Das eigentliche Ziel ist, Risiken zu reduzieren, bevor du für eine Platzierung bezahlst. Du willst Rankings nicht perfekt vorhersagen — du willst offensichtliche Fehlkäufe vermeiden, etwa für einen Link auf einer Seite, die im Dashboard stark aussieht, aber von Nutzern ignoriert wird (und oft auch von Suchmaschinen abgewertet).
Was „gut genug“ bedeutet, hängt davon ab, was du aufbaust.
Ein lokaler Dienstleister profitiert oft mehr von Relevanz und Vertrauen als von massiver Autorität. Eine Nischen‑B2B‑SaaS‑Seite braucht in der Regel thematische Passung und Seiten, die für Branchenbegriffe ranken. Ein großer E‑Commerce‑Shop kann höhere Zahlungen für Autorität rechtfertigen — aber nur, wenn die Platzierung auf einer Seite mit echter Sichtbarkeit in derselben breiten Kategorie erfolgt.
Setze Erwartungen, bevor du ein Metrik‑Tool öffnest:
- Wenn das Thema nicht passt, retten hohe Zahlen selten etwas.
- Fehlt Anzeichen für stabile Suchsichtbarkeit, kann eine große Zahl rein kosmetisch sein.
- Veröffentlicht die Seite in großem Maßstab dünne Inhalte, sitzt dein Link womöglich auf einer Seite, die nie Vertrauen gewinnt.
- Lässt sich die Platzierung schwer einem Menschen erklären („Warum sollte diese Seite uns erwähnen?“), ist das meist ein Warnsignal.
Deshalb prüfen auch Käufer, die kuratierte Bestände nutzen, jede Domain einzeln. Eine starke Quelle kann existieren, aber die Platzierung zahlt sich nur aus, wenn Seite und Beitrag Sinn ergeben — nicht nur wenn die Metriken beeindruckend aussehen.
Was DR und DA tatsächlich messen
DR und DA sind Abkürzungen, keine Absolute. Beide sind Drittanbieter‑Scores, größtenteils aus Linkdaten gebaut.
DR (Domain Rating) ist Ahrefs’ Wert dafür, wie stark das Backlink‑Profil einer Seite in ihrer Datenbank aussieht. Er gewichtet stark, wie viele Websites verlinken, wie stark diese Sites sind und wie Link‑Equity fließen könnte.
DA (Domain Authority) ist Moz’ Score, der vorhersagen soll, wie wahrscheinlich eine Domain rankt — basierend auf Moz’ Modell. Auch DA stützt sich stark auf Links, ist aber ein gemischter Wert, der versucht, Moz’ Sicht auf Suchergebnisse nachzubilden.
Wie sie grob berechnet werden
Beide Metriken basieren auf Links, sind aber unterschiedlich aufgebaut.
- DR ähnelt eher einer Link‑Equity‑Bewertung: Wer verlinkt zu dir, wie stark sind diese Sites, und wie stark verwässert sich die Autorität.
- DA ist näher an einer Ranking‑Vorhersage: mehrere Signale werden zu einer Zahl kombiniert (trotzdem stark linkgetrieben).
Dieser Unterschied ist wichtig, weil Tools unterschiedliche Teile des Web crawlen. Hat ein Tool weniger Links gefunden, kann sein Score niedriger wirken, selbst wenn die Seite tatsächlich stark ist.
Google nutzt DR oder DA nicht
Google verwendet weder Ahrefs DR noch Moz DA als Rankingfaktoren. Diese Werte sind nützlich zum Vergleichen und zur Vorauswahl, aber du kannst dir keinen DR „kaufen“ und automatisch Ergebnisse erwarten. Eine DR‑70‑Platzierung kann schwach sein, wenn die Seite vergraben ist, noindexed ist oder von Spam umgeben ist.
Warum DR und DA auseinanderlaufen können
Es ist normal, DR 60 und DA 30 (oder andersherum) zu sehen. Häufige Gründe sind unterschiedliche Link‑Indizes, unterschiedliche Formeln und verschiedene Gewichtung von Linkmustern.
Nutze DR/DA, um Optionen zu kürzen, und validiere dann die konkrete Domain und Seite. Selbst bei Premium‑Platzierungen geht es nicht um die höchste Zahl, sondern um einen relevanten Link auf einer echten Seite, der von Suchmaschinen vertraut wird.
Organische Traffic‑Schätzungen: nützlich, aber leicht falsch zu lesen
Der „organische Traffic“, den SEO‑Tools zeigen, ist eine Schätzung, nicht die Analytics der Seite. Tools leiten Traffic oft daraus ab, für welche Keywords eine Domain rankt, und wenden dann ein Klickmodell auf diese Rankings an. Das ist hilfreich, aber zwei Tools können sehr unterschiedliche Zahlen für dieselbe Seite anzeigen.
Eine Seite kann im Tool „riesig“ aussehen und trotzdem kaum relevante Besucher an deine Nische schicken. Häufige Gründe, warum Schätzungen irreführend sind:
- Brand‑Begriffe dominieren (Leute suchen den Markennamen, nicht das Thema).
- Saisonalität (kurze Spitzen wegen Steuern, Feiertagen oder einmaligen Events).
- Kleine Seiten haben rauschende Daten (ein paar Keyword‑Bewegungen kippen die Schätzung).
- Eine Seite trägt die Domain (ein Ausreißer‑Artikel stützt alles).
- SERP‑Features stehlen Klicks (Maps, Antworten, Shopping‑Karten).
Fallen dir Länder‑ oder Sprachabweichungen auf: Eine Domain kann „50k organische Visits“ zeigen, aber der Großteil kommt aus einem Land, das du nicht bedienst, oder in einer Sprache, die du nicht anbietest.
Auch Traffic ohne Kontext täuscht leicht. Hohe geschätzte Besucherzahlen bedeuten nicht automatisch guten Link‑Wert oder passende Zielgruppe. Du willst wissen, wofür die Seite rankt, wie hoch die Positionen sind und ob die Themen zu deinem Angebot passen.
Ein einfacher Vergleich: Zwei Sites zeigen je 20k geschätzte organische Visits. Site A bekommt die meisten davon für „Login“, „Pricing“ und Brand‑Suchanfragen. Site B rankt für dutzende Nicht‑Brand‑Keywords in deiner Kategorie. Site B ist meist die sichere Wahl, auch wenn die Rohzahl ähnlich ist.
Eine schnelle Validierung, die die meisten Probleme auffängt:
- Scanne Top‑Keywords und Top‑Seiten: Sind sie relevant oder vorwiegend Brand‑Begriffe?
- Prüfe Top‑Länder und Sprache: Stimmen sie mit deinem Markt überein?
- Suche nach Konzentration: Verteilt sich Traffic auf viele Seiten oder auf einen Ausreißer?
- Sanity‑Check für Ranking‑Positionen: Viele Seite‑2‑Rankings können „Potenzial“ aufblähen.
- Achte auf scharfe Einbrüche oder Spitzen. Sie erklären oft eine auffällige Zahl.
Referring Domains: Anzahl ist nicht gleich Qualität
Referring Domains (RDs) sind die Anzahl einzigartiger Websites, die auf eine Seite verlinken. Das unterscheidet sich von Backlinks (Gesamtlinks) und verlinkenden Seiten. Eine Domain kann hunderte Backlinks erzeugen und dennoch als 1 RD zählen.
Deshalb kann die RD‑Zahl beeindruckend wirken, ohne viel über Vertrauen auszusagen. Eine Seite mit 500 RDs kann schwächer sein als eine mit 50 RDs, wenn viele der 500 aus minderwertigen Verzeichnissen, Spam‑Blogs, sitewide‑Footer‑Links oder recycelten Guest‑Post‑Netzwerken stammen.
Ein gesünderes RD‑Profil sieht meist vielfältig und graduell aus. Du willst Links von echten Seiten mit echtem Content, die über die Zeit gewonnen wurden und thematisch Sinn ergeben. Relevanz zählt: 200 zufällige Links aus fremden Themen bringen oft weniger als 20 Links aus angesehenen, relevanten Publikationen.
Schnelle Anzeichen für höhere RD‑Qualität:
- Verlinkende Seiten sehen aus wie echte Publikationen (kein Flickenteppich an „Write for us“‑Seiten).
- Links zeigen auf mehrere Seiten, nicht nur auf die Startseite.
- Anchor‑Text ist überwiegend Marke, URL oder natürliche Formulierungen.
- Neue RDs erscheinen stetig, nicht in plötzlichen Wellen.
Plötzliche RD‑Spikes können gute Gründe haben (viral gehender Artikel, große Erwähnung), aber oft deuten sie auf bezahlte Blast‑Kampagnen, Link‑Ringe oder automatisch generierte Seiten hin. Wenn der Spike zu keinem erkennbaren Ereignis passt, sei misstrauisch.
Übliche Wege, wie Metriken aufgeblasen werden
Manche Seiten wirken auf dem Papier stark, sind in Wahrheit aber schwach. DR/DA lassen sich hochziehen, wenn jemand massenhaft Links baut, alte Domains wiederverwendet oder ein Netzwerk betreibt, das hauptsächlich Platzierungen verkauft.
Häufige Muster:
- Sitewide‑Links (Footer/Sidebar, auf hunderten Seiten wiederholt).
- Wiederverwendung abgelaufener Domains (alte Domains werden mit dünnem Content neu belegt und verkaufen Links).
- Weitergeleitete Domains (abgelaufene Domains per 301 weitergeleitet, um Signale zu „erben").
- Link‑Swaps und Link‑Ringe (Seiten stützen sich gegenseitig konstant).
- Automatisierte Massen‑Seiten (viele niedrigaufwändige Seiten, kurz indexiert).
PBN‑ähnliches Verhalten ist selten ein einzelner offensichtlicher Hinweis. Es ist ein Muster: Die Seite scheint eher für Links gebaut als für Leser. Typische Anzeichen sind fast leere Seiten, das gleiche Template über diverse, nicht zusammenhängende Themen und viele ausgehende Links in unterschiedlichen Branchen (Casino, Kredite, Krypto, Supplements) versteckt in „Gastbeiträgen".
„Hoher DR, wenig Traffic“ kann legitime Gründe haben. Ein kleines B2B‑Produkt hat vielleicht starke Links, aber eine enge Zielgruppe. Ein Unternehmen könnte für eine Forschungsarbeit zitiert werden, während der Rest der Seite kaum Besuche hat. Nicht‑englische Seiten erscheinen in manchen Tools ebenfalls niedrig im Traffic.
Achtung ist jedoch angebracht, wenn:
- Die meisten Backlinks auf die Startseite zeigen, während Unterseiten keine Sichtbarkeit haben.
- Traffic monatelang flach bleibt, während ständig neue Links auftauchen.
- Top‑Seiten dünn, dupliziert oder offensichtlich nur zum Hosten von Links geschrieben sind.
Der Preis kann ein Hinweis sein. Wenn eine „DR‑70“‑Platzierung schockierend billig und sofort verfügbar ist, korreliert das oft mit vielen ausgehenden Links, wiederverwendeten abgelaufenen Domains oder Netzwerkseiten, die an jeden verkaufen. Nicht jede günstige Platzierung ist riskant, aber „zu gut, um wahr zu sein“ bedeutet oft, dass du für eine Zahl zahlst, nicht für eine echte Redaktion.
Wenn du weniger Überraschungen willst, priorisiere Platzierungen aus echten, schwer zu bekommenden Publikationen statt aus Masseninventar, das auf aufgeblähten Metriken beruht.
Schritt für Schritt: schnelle Validierung vor dem Kauf
Ein 10‑Minuten‑Sanity‑Check
Bevor du Geld ausgibst, geh die Seite einmal als Mensch durch, nicht nur im Dashboard. Das ist oft schneller und zuverlässiger als das Starren auf DR/DA.
Beginne mit der thematischen Passung. Bleibt die Seite in einer Nische (Finanzen, Gesundheit, Software) oder springt sie zwischen fremden Themen hin und her? Eine echte Seite hat normalerweise ein klares Thema, konsistente Autorenschaft und Kategorien, die Sinn ergeben.
Schau dir dann die Richtung an, nicht nur eine einzelne Traffic‑Schätzung. Eine Seite kann decenten „organischen Traffic“ zeigen und trotzdem leise nach einem Update fallen. Stabile oder langsam steigende Trends sind gesünder als abrupte Einbrüche.
Als Nächstes spot‑checke, was tatsächlich rankt. Öffne ein paar Top‑Seiten und scanne die Themen. Wenn die leistungsstärksten Seiten dünn, merkwürdig breit oder themenfremd sind, übersetzen sich die Metriken wahrscheinlich nicht in echten Wert.
Eine einfache Routine, die die meisten schlechten Käufe erkennt:
- Konsistentes Thema über aktuelle Posts hinweg
- Stabile Traffic‑Trends
- Ranking‑Seiten passen zur behaupteten Nische
- Artikel lesen sich wie echte redaktionelle Inhalte, nicht wie Templates
- Ausgehende Links wirken normal, nicht wie dauernde Werbeplätze
Prüfe außerdem das Verhalten ausgehender Links. Eine normale Publikation verlinkt gelegentlich kontextbezogen. Eine Seite, die hauptsächlich für Platzierungen gebaut ist, zeigt oft keyword‑schwere ausgehende Links, die in vielen Beiträgen wiederholt werden.
Bestätige, was du tatsächlich kaufst
„Ein Backlink“ kann vieles bedeuten: ein neuer Gastbeitrag, eine Nachbearbeitung in einem bestehenden Artikel, ein Eintrag auf einer Ressourcen‑Seite oder ein Sidebar/Footer‑Link. Jede Variante hat anderes Risiko und anderen Wert.
Bevor du zahlst, fordere genaue Angaben zur Seite und wie der Link integriert wird. Kann der Verkäufer nicht sagen, wo der Link erscheinen wird, erwarte Überraschungen.
Fehler, die Käufer machen (und wie du sie vermeidest)
Der schnellste Weg, Geld für Links zu verschwenden, ist, eine einzelne Zahl wie einen Wahrheitsmesser zu behandeln. Eine bessere Frage ist: Hilft diese Platzierung der konkreten Seite, die dir wichtig ist, für das Thema, das dir wichtig ist, zu ranken?
Ein häufiger Fehler ist, nur nach DR oder DA zu wählen und Relevanz zu ignorieren. Eine DR‑70‑Coupon‑Seite kann für eine B2B‑Analytics‑Seite völlig ungeeignet sein. Eine DR‑40‑Seite in deiner Nische mit echten Lesern und sauberem Profil bewegt häufig Rankings mehr.
Ein weiterer Irrtum: Annahme, ein Link auf die Startseite sei immer am besten. Homepages können stark sein, aber sie ändern sich oft, rotieren Links oder vergraben sie im Footer. Ein In‑Content‑Link in einem relevanten Artikel wirkt oft besser, weil der umgebende Text zur Suchintention passt und die Seite selbst ranken kann.
Käufer vergessen auch oft, die Sichtbarkeit zu prüfen. Manche Seiten wirken mächtig, haben aber viele deindexierte Seiten, dünnen Content oder Artikel, die nie ranken. Hat die Zielseite keinerlei Suchpräsenz, kann der Link zwar Wert weitergeben, ist aber ein Warnsignal.
Vermeide diese schnellen Fehler:
- Nicht prüfen, wohin die Seite sonst verlinkt (Casino, Pillen, Adult, „Write for us“-Felder)
- Ignorieren, wie oft gesponserte Posts und Exact‑Match‑Anker veröffentlicht werden
- Zu viel bezahlen für eine hohe Metrik, wenn dein Ziel ist, eine konkrete Produkt‑ oder Service‑Seite zu ranken
- Nicht bestätigen, dass die Platzierungsseite indexierbar ist und die URL stabil bleibt
- Zu glauben, „mehr Referring Domains“ heißt automatisch „bessere Referring Domains"
Ein realistisches Szenario: Site A hat höheren DR und bietet einen Startseitenlink, aber die aktuellen Posts sind generische Gastbeiträge mit vielen ausgehenden Links. Site B hat niedrigeren DR, aber die Platzierung ist in einem Artikel, der bereits für ein nahegelegenes Keyword rankt und nur wenige ausgehende Links hat. Willst du eine bestimmte Seite für ein Keyword voranbringen, ist Site B meist die sicherere Wahl.
Ein realistisches Beispiel: Wahl zwischen zwei Platzierungen
Du musst dich zwischen zwei Backlink‑Platzierungen zum gleichen Preis entscheiden. Beide Seiten wirken zunächst stark: DR 62 vs DR 64, DA 58 vs DA 60, und beide geben soliden Traffic an. Entscheidet man nur nach diesen Größen, ist ein Fehlgriff leicht passiert.
Site A: DR 62, „40K monatliche organische Visits“, 1.200 Referring Domains.
Site B: DR 64, „35K monatliche organische Visits“, 900 Referring Domains.
Führe dieselben Schnellchecks durch.
Bei Site A konzentriert sich die Traffic‑Schätzung auf wenige Seiten mit themenfremden Keywords. Viele Top‑Seiten sehen aus wie dünne „Best‑X“‑Posts, veröffentlicht in Schüben. Der RD‑Count ist hoch, aber viele verlinkende Seiten wirken irrelevant, von niedriger Qualität oder fremdsprachig in einer Weise, die nicht zur behaupteten Zielgruppe passt. Neue Backlinks erscheinen in Wellen. Auf dem Papier stark, in der Praxis risikoreicher.
Bei Site B passen die Top‑Seiten zu einem klaren Thema (z. B. SaaS oder Engineering) und bleiben über die Zeit stabil. Der Traffic verteilt sich auf viele Artikel. Die RD‑Zahl ist niedriger, aber die verlinkenden Seiten wirken relevanter und vielfältiger. Das Wachstum ist graduell, nicht sprunghaft.
Entscheidung: Site B. Du kaufst Stabilität und Relevanz, nicht nur einen Metrik‑Peak.
Fragen, die du vor der Zusage stellen solltest:
- Auf welcher Seite wird der Link stehen und welches Thema hat diese Seite?
- Ist die Seite indexiert und hatte sie in den letzten 3–6 Monaten organische Sichtbarkeit?
- Wird der Link im Hauptinhalt stehen (nicht im Bio‑Bereich, Sidebar oder Footer)?
- Handelt es sich um einen neuen Beitrag oder um eine Einfügung in eine bestehende Seite?
- Kannst du ein paar aktuelle Beispielplatzierungen auf derselben Domain sehen (ohne vertrauliche Kundendaten offenlegen)?
Eine schnelle Checkliste, die du in 5 Minuten nutzen kannst
Du brauchst kein tiefes Audit, um die meisten schlechten Platzierungen zu vermeiden. Ein paar schnelle Prüfungen bringen mehr als große Zahlen.
Die 5‑Minuten‑Platzierungs‑Checkliste
- Topical Match: Die Seite veröffentlicht regelmäßig zu deinem Bereich, und die Erwähnung ergibt für Leser Sinn.
- Sichtbare Suchpräsenz: Die Seite hat echte Ranking‑Seiten im thematischen Bereich, nicht nur zufällige Keyword‑Griffe.
- RD‑Reality‑Check: Die verlinkenden Sites sehen vielfältig und legitim aus, nicht wie ein Netzwerk.
- Ausgehende Links normal: Eine vernünftige Anzahl externer Links, natürlich platziert, nicht eine Wand voller Money‑Anchors.
- Platzierungsdetails klar: Seitentyp, ungefähre Position, Ankerstil, Ziel‑URL und Indexierbarkeit sind bestätigt.
Nachdem du die Prüfungen gemacht hast, definiere vorher, was Erfolg bedeutet, damit du die Platzierung fair bewertest. Wähle 1–2 Ziele: bessere Rankings für eine kleine Keyword‑Gruppe, mehr organische Besucher für die verlinkte Seite oder mehr Conversions von dieser Seite.
Nächste Schritte: klügere Platzierungen mit weniger Rätselraten
Behandle DR/DA, Traffic‑Schätzungen und Referring Domains als drei Hinweise, nicht als eine einzige Wahrheit. Ein hoher DR/DA kann ungeeignet sein, wenn die Seite irrelevant ist. Eine Seite mit moderaten Metriken kann ein guter Kauf sein, wenn sie eng zu deiner Zielgruppe passt und Inhalte veröffentlicht, die sichtbar werden.
Eine einfache Sortierregel ist Balance:
- Relevanz zuerst: Veröffentlicht die Seite regelmäßig in deiner Nische (oder in einer nahen Nachbarschaft)?
- Reality‑Check zweitens: Wirkt die Seite aktiv und vertrauenswürdig, mit normalem Content?
- Metriken zuletzt: Stimmen DR/DA, Traffic‑Schätzungen und RDs ungefähr mit dem überein, was du siehst?
Führe Notizen. Nach 10–20 geprüften Domains werden Muster offensichtlich und du agierst schneller. Baue deine eigene Liste „zugelassener Domains“ mit Nische, Grund der Zulassung, gefundenen Warnsignalen und gewünschtem Seitentyp.
Wenn du aus Ergebnissen lernen willst statt aus Vermutungen, geh nicht gleich aufs Ganze bei der ersten „großartigen“ Metrik. Starte mit ein paar kleinen Tests, verfolge Platzierungen und Erwartungen, und setze dann auf das, was funktioniert.
Wenn du Outreach überspringen und ein kuratiertes Inventar durchsuchen willst, bietet SEOBoosty (seoboosty.com) Abos an, bei denen du eine Domain aus dem Bestand wählst und den Backlink auf deine Seite zeigst. Auch dann helfen dir die selben Schnellchecks, die beste Passung zu finden statt nur dem höchsten Score nachzujagen.
Nimm jetzt deine Shortlist und nutze die 5‑Minuten‑Checkliste für jede Domain. Entferne Alles, was bei einfacher Relevanzprüfung durchfällt oder verdächtig wirkt, und starte mit ein bis zwei Platzierungen, die das sauberste Zusammenspiel aus Thema, sichtbarer Qualität und sinnvollen Metriken bieten.
FAQ
Wie kann man DR und DA am einfachsten verstehen?
DR und DA sind Drittanbieter‑Scores, die hauptsächlich auf Backlink‑Daten basieren. Sie sind nützlich, um Seiten schnell zu vergleichen, komprimieren aber viel Realität in eine einzige Zahl und können Probleme wie fehlende Relevanz, dünne Inhalte oder unnatürliche Link‑Muster verbergen.
Verwendet Google DR oder DA für Rankings?
Nein. Google verwendet Ahrefs DR oder Moz DA nicht als direkte Ranking‑Faktoren. Nutze die Scores zur Vorauswahl, und überprüfe dann die konkrete Domain und die einzelne Seite, auf der dein Link erscheinen soll.
Warum kann eine Seite DR 60 aber DA 30 (oder umgekehrt) haben?
Weil jedes Tool einen eigenen Link‑Index und ein eigenes Bewertungsmodell hat. Ein Crawler hat möglicherweise mehr Links gefunden als ein anderer, und die Formeln gewichten Link‑Muster unterschiedlich – daher sind Abweichungen normal.
Was signalisiert oft „hohe DR, niedriger Traffic“?
Oft bedeutet es, dass die Seite in Tools starke Links zeigt, aber wenig echte Suchsichtbarkeit, eine schwache thematische Ausrichtung oder Inhalte, die kein Vertrauen aufbauen. Es kann auch vorkommen, wenn die meisten Backlinks auf die Homepage zeigen, während Unterseiten kaum Leistung haben.
Kann ich den organischen Traffic‑Zahlen in SEO‑Tools vertrauen?
Nicht verlässlich. Tool‑Traffic ist eine Schätzung, basierend auf Rankings und Klickmodellen, nicht auf den tatsächlichen Analytics der Seite. Eine Seite kann wegen Brand‑Begriffen, Saisonalität oder einer Ausreißer‑Seite groß erscheinen, aber trotzdem schlecht zu deiner Zielgruppe passen.
Woran erkenne ich, ob der Traffic einer Seite für mich relevant ist?
Schaue, wofür die Seite tatsächlich rankt und ob diese Themen zu deinem Angebot passen. Prüfe außerdem, ob der Traffic auf viele relevante Seiten verteilt ist oder auf einige wenige, weil Konzentration leichter aufgeblasen und weniger stabil ist.
Sind mehr Referring Domains immer besser?
Referring Domains zählen eindeutige verlinkende Websites, nicht deren Qualität. Eine hohe Zahl kann trotzdem wenig Vertrauen bedeuten, wenn die Links aus Verzeichnissen, Netzwerken oder wiederholten sitewide‑Platzierungen stammen.
Wie pumpen Seiten DR/DA auf, ohne wirklich wertvoll zu sein?
Typische Methoden sind sitewide‑Links (Footer/Sidebar), Wiederverwendung abgelaufener Domains, intensiver Verkauf von Gastbeiträgen, Link‑Ringe und massenhaft automatisierte Seiten. Die Metrik steigt, aber die Seite hat oft kaum echte Leserschaft oder langfristige Stabilität.
Wie kann ich eine Domain schnell prüfen, bevor ich einen Link kaufe?
Behandle die Domain wie eine schnelle menschliche Prüfung plus einen SEO‑Sanity‑Check: Bestätige, dass die Seite bei einem Thema bleibt, die Inhalte nach redaktioneller Arbeit aussehen, die Sichtbarkeit stabil ist und ausgehende Links nicht wie dauerhafte bezahlte Platzierungen wirken.
Was sollte ich vor der Bezahlung über die Platzierung bestätigen?
Verlange klare Angaben zur genauen Art der Seite und zur Position des Links im Inhalt, und stell sicher, dass die Seite indexierbar ist und voraussichtlich online bleibt. Selbst bei kuratierten Beständen wie SEOBoosty erzielen Platzierungen bessere Ergebnisse, wenn sie relevant und sichtbar sind, nicht nur hohe Metriken bieten.